Allgemein

Bericht Tagung des Sachgebiets Mundart-Brauchtum-Laienspiel

Vom 14.03. bis 15.03.2026 fand in Nördlingen die Versammlung vom Sachgebiet Mundart- Brauchtum- Laienspiel des bayr. Trachtenverband statt.  

Quelle: Rita Meier, Schriftführerin VldD

Mundart findet im Herzen statt – Sie ist ein Stück Heimat

Tagung des Sachgebiet Mundart-Brauchtum-Laienspiel in der schönsten Stadt im Ries.

Am 14. und 15.03.2026 fand in Nördlingen die Versammlung des bayrischen Trachtenverband, Sachgebiet Mundart-Brauchtum-Laienspiel, statt. Nach einem kurzen Fußweg von der Unterkunft im „Goldenen Schlüssel“ fanden sich die Gauvorsitzenden des Sachgebiets an der Tagungsstätte im Pfarrsaal von St. Salvator ein. Dort wurden sie von den Mitgliedern des Trachtenverein d‘Rieser Nördlingen in Empfang genommen und bestens bewirtet.

Die Tagung begann mit Grußworten der 1. Vorsitzenden der Rieser Nördlingen und des Sachgebiets Mundart-Brauchtum-Laienspiel der VldD Bezirk Ries, Sandra Aschenbrenner und des Vorsitzenden des Trachtengaus, der Vereinigung bayrischer Volkstrachtenvereine links der Donau, Reinhold Meier. Diesen schloss sich der Vertreter und stellvertretende Schriftführer des bayrischen Trachtenverbands, Rudi Dietz an.

Die Vorsitzende des Sachgebiets Mundart- Brauchtum-Laienspiel, Marianne Heidenthaler eröffnete die Veranstaltung. 15 bayrische Trachtengaue und der Rhein-Main-Gau waren bei der Versammlung angereist. Die Sachgebietsvorsitzende gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr, mit Berichten über die Versammlung in Rohrdorf am Inn, sowie die Landestagung in Marktoberdorf, sowie eine kurze Vorausschau auf die kommende Zeit. Im Anschluss daran verlas die Schriftführerin Maria Landerer das Protokoll der letzten Versammlung. Klaus Steinbacher, Vorsitzender Fachgebiet Laienspiel, informierte über den Stand der online Petition „Gegen die Volksmusikkürzungen im BR“ (Link auf der Seite des bayr. Trachtenverband), sowie über das Theater spielen mit Kindern. Danach erhielt Anian Klingsbögl, Vorsitzender Bereich Mundart, das Wort und berichtete über seinen Fachbereich. Es gab auch eine Diskussion, wie und in welchem Umfang mit dem Thema Kinderbetreuung am Nachmittag und in den Ferien umgegangen werden kann. Auch soll das Sprechen des heimischen Dialekts weiter gefördert werden und auch muss der 21.02., der Tag der Mundart, weitergegeben und an diesen auch in den einzelnen Orten erinnert werden.

Nach dem Mittagessen besichtigten die Teilnehmer die Jahreskrippe von St.Salvator, danach wurde weiter getagt. Um 15 Uhr ging es dann zum Nördlinger Rathaus. Von dort aus startete eine ganz besondere Führung mit Flick und Flack dem Gauklerpack, die allen die Stadtgeschichte in einer sehr unterhaltsamen Art erzählten. Nach einer kurzen Aufwärmrunde stellten sich die Teilnehmer gemeinsam mit den Fähnrichen der Vereinigung links der Donau, des Trachtenvereins Donauwörth und des Trachtenvereins d‘Rieser Nördlingen zum Einzug in die St. Salvator Kirche auf. Im Vorraum wurden sie von Stadtpfarrer Benjamin Beck und den Ministranten in Empfang genommen und unter „Highland Cathedral“ erfolgte der Kirchgang. Herr Pfarrer Beck begann den Gottesdienst mit den Worten „Os gond end Mess“….Er ging auf das Thema „Mundart“ ein und zeigte, dass er auch die Rieser Mundart beherrscht. In seiner Predigt verband er das Evangelium vom Blinden, der wieder sehen kann, mit dem Thema der Tagung. Der Dialekt ist eine Sache, die man mit dem Herzen spüren und sehen kann, er ist ein Stück Heimat, Brauchtum und Tradition.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Bernd Deibler an der Orgel gestaltet, der vor allem durch das Musikstück: „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ allen einen Gänsehaut-Moment bescherte und mit der Mischung der Lieder von alt bis modern begeisterte. Der Gottesdienst endete traditionell mit der Bayernhymne.

Nach dem Gottesdienst ging es zum Heimatabend zurück in den Pfarrsaal. Dort begrüßte Rita Ortler im Namen der Stadt Nördlingen und im Namen von Peter Schiele (stellvertretender Bezirksratpräsident) und Erwin Seiler (3. Landrat) die Teilnehmer der Tagung, sowie die Bezirksvorstände der Vereinigung links der Donau Peter Bock (Bezirk Mittelfranken) und Alfred Speer (Bezirk Donau-Ries). Sandra Aschenbrenner eröffnete nach dem Tischgebet und Abendessen den Heimatabend. Dieser wurde von der Deininger Tänzel Musik und Herrn Kreisheimatpfleger Herrn Dettweiler gestaltet. Im Anschluss ließ man den Abend gemütlich ausklingen.

Am Sonntag traf man sich am Parkplatz „Am Schlössle“ und ist über einen Teil der Stadtmauer zum Tagungsraum „Stüble“ im Pfarrzentrum „St. Salvator“ gelaufen.

Von Mitgliedern des Nördlinger Trachtenvereins wurde auf Besonderheiten und Begebenheiten der Stadtgeschichte hingewiesen. Im Stüble ging es dann mit dem Thema „Brauchtum“ weiter. Gisela Haussner hielt einen Rückblick auf die Brauchtumsbäckerei im Kirchenjahr und das die Kurse sehr gut besucht und gebucht werden. Zudem wurden Bilder vom Nikolaus-Lebkuchen backen und dem Verkauf auf dem Adventsmarkt in Holzhausen (Geißenhausen) gezeigt. Sie berichtete auch über den Stand zum online Brauchtumslexikon, dass nun bald vollendet ist. Dazu soll 2028 in Holzhausen ein Brauchtumstag stattfinden, bei dem jeder Gau 2 Besonderheiten im Bereich Kultur oder Kulinarisches von seiner Gegend vorstellen soll.

Marianne gab dann einige Termine bekannt, vor allem aber wurde an den Tag der Tracht am 14. Juli erinnert. Man sollte diesen Tag in den Zeitungen, Städten, Schulen und Gemeinden publik machen. Es gibt auch wieder eine Gewinnaktion vom bayerischen Trachtenverband. Im Anschluss überreichte man den Gästen noch ein Erinnerungsgeschenk. Maximilian Hofmann lud noch alle Teilnehmer zur Sachausschussversammlung 2027 nach Bruck in die Oberpfalz ein. Nach dem Fußmarsch zurück zum „SCHLÖSSLE““…und einem wunderbaren Essen endete die Tagung in der Stadt Nördlingen.

Quellen: Orginaltext Sandra Aschenbrenner, Bild Rita Meier 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert